„Deutschlernen mit allen Sinnen“ ist das Motto der Vorbereitungsklassen des Walter-Hohmann-Schulverbunds

 

Hardheim. (adb) „Deutschlernen mit allen Sinnen“ ist das Motto der Vorbereitungsklassen des Walter-Hohmann-Schulverbunds. Hier werden derzeit 45 Kinder aus 16 Nationen unterrichtet – mit dem Ziel, sie relativ zeitnah in den Regelschulbetrieb integrieren zu können. Die Ukrainekrise äußert sich auch hier: Steigende Schülerzahlen, häufige Wechsel in den Klassengefügen und organisatorische Herausforderungen für die Lehrerinnen Jenny Köhler und Isabel Weidmann sind nur drei Begleiterscheinungen des Krieges.

 

Bis zum Schuljahr 2014/15 gab es gelegentliche Einzelstunden mit wechselnden Lehrkräften stat fester VKL-Klassenverbände. Das ist Vergangenheit: Seit der Neukonzeption bestehen zwei VKL-Klassen, wobei die von Isabel Weidmann betreute „VKL-Grundschule“ als Kurssystem organisiert ist. Das bedeutet, dass die (Stand April) offiziell 23 gemeldeten Mädchen und Jungen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, Russland, Togo, Thailand, Serbien, Rumänien, Polen, Kasachstan, Ungarn und inzwischen auch der Ukraine nicht fortlaufend in der Vorbereitungsklasse unterrichtet werden. In der VKL-Realschule unterrichtet Jenny Köhler derzeit 14 Anfänger und acht Fortgeschrittene aus der Ukraine, Russland, Syrien, Afghanistan, Mosambik, Brasilien, dem Iran, Irak, Rumänien, Kamerun und Kasachstan.

 

Das erste Jahr verbringt ein VKL-Schüler komplett in der jeweiligen Vorbereitungsklasse, im zweiten Jahr werden einzelne Stunden im Regelbetrieb besucht. „Während die Anfänger hauptsächlich die VKL besuchen, sind die Fortgeschrittenen nur noch bis zu acht Wochenstunden bei uns – manche benötigen nur noch etwa ein bis drei Stunden zur Übung des Satzbaus sowie im freien Schreiben“, schildert Weidmann. Entsprechend werden die Stundenpläne mit den Regelklassen abgestimmt, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Die VKL-Klassen zielen besonders auf den Sprachunterricht ab: „Wir lernen Deutsch im Hören, Sehen, Lesen, Sprechen, Basteln und Spielen – also im Prinzip mit allen Sinnen!“, fasst Jenny Köhler zusammen. Ausgangspunkt ist das Alphabet: Ist es den Kindern vertraut, wird peu à peu aufgebaut. Gearbeitet wird hauptsächlich mit eigens erstellten und aus verschiedenen Vorlagen zusammenkopierten Materialien: „Es ist aufwändig und anspruchsvoll, zumal die Materialien individuell auf die Kinder abzustimmen sind“, schildert sie. Hier fordere das von Kind zu Kind völlig unterschiedliche Leistungsniveau seinen Tribut: „Einige unserer Schützlinge sprechen schon recht gut deutsch und können daher in bestimmten Fächern wie Musik oder Sport die Regelklassen besuchen“, verdeutlicht Fachschaftsleiterin Jenny Köhler und spricht von „in beiden Klassen tendenziell stark steigenden Schülerzahlen“. Dass jedes Kind einen anderen Wissensstand mitbringt, stellt die beiden Lehrerinnen vor gewisse pädagogische Herausforderungen: „Es ist zum Beispiel durch die stetigen Neuzugänge unmöglich, ein gleichseitiges Lernlevel zu erreichen – letztlich werden fünf bis sechs verschiedene Level parallel zueinander in einer Klasse unterrichtet“, bemerkt sie. Ebenso sei die Klassengemeinschaft „dauernd in Bewegung“, wenngleich großer Wert auf eine gute Gemeinschaft und Erlebnisse wie Ausflüge gelegt wird. Schließlich wird den Kindern nicht nur schulischer Stoff vermittelt – die Vorbereitungsklassen sind auch bestrebt, im eigentlichen Sinne ihres Namens auf das Leben „vorzubereiten“. „Bei uns dreht sich viel um Alltagsbewältigung, die korrekte Organisation des Schulalltags und die Kommunikation“, zeigt sie auf, „viele der Kinder kommen ohne Deutschkenntnisse in die Klasse, wodurch sie wenig über die Strukturen des Alltags in Deutschland wissen“. So werden von Anfang an das tägliche und pünktliche Erscheinen im Klassenraum, das Richten und Mitbringen benötigter Unterrichtsmaterialien und das Entschuldigen im Krankheitsfall geübt. „Weiterhin lernen die Kinder, welche Feste im christlichen Jahreskalender gibt und welchen Hintergrund diese haben“, erklärten die Lehrerinnen.

 

Wenngleich die Elternarbeit im VKL-Bereich laut Jenny Köhler „sehr schwierig“ sei, befindet man sich nicht allein auf weiter Flur: Bereits seit mehreren Jahren werden die Lehrerinnen in

 

der Grundschule und seit diesem Jahr auch in der Realschule durch eine rührige Ehrenamtliche begleitet. „Ab den Osterferien gibt es einige weitere engagierte Helferinnen und Helfer, die uns ebenfalls sehr gut in den VKL-Stunden unterstützen. Sie sind ab und an im Unterricht dabei und nehmen einzelne Schüler heraus, mit denen sie individuell üben“, betont Isabel Weidmann. Weiterhin werden mittwochs und donnerstags jeweils einstündige Hausaufgabenbetreuungen durchgeführt, was durchaus gut funktioniere. Als gewissen Wermutstropfen sieht Jenny Köhler jedoch an, dass die bis dato hervorragend eingespielte Hausaufgabenbetreuung in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber (ehemalige Nike-Stellung) seit der Corona-Pandemie nicht mehr stattfinde. „Das ist für mich auch angesichts der zwischenzeitlich entspannteren Corona-Lage mehr ganz nachvollziehbar, zumal es stets eine starke Entlastung für uns war“, bemerkt sie. In der Vergangenheit freuten sich die Lehrerinnen und Ehrenamtlichen dafür über den regen Einsatz von Bundesfreiwilligendienstleistenden im VKL-Bereich. „Das war bereichernd für alle und wäre auf Zukunft gesehen wieder eine wünschenswerte Unterstützung vor allem im Realschulbereich“, lassen Jenny Köhler und Isabel Weidmann wissen.

 

Aus der Ukraine befinden sich derzeit zehn Kinder in beiden Vorbereitungsklassen. „Sie kommen nach und nach in der Schule an und stehen im Zentrum vieler für sich bemerkenswerter Aktionen und Spenden – allerdings hätte man auch für Flüchtlingskinder aus anderen Ländern schon vor Jahren ähnliche Projekte durchführen können: Jedes Kind, das seine Heimat verlassen muss, hat Schlimmes erlebt. Leider geschah in den Vorjahren aber nichts – vielleicht wird in Deutschland doch an bestimmten Stellen mit zweierlei Maß gemessen“, bemerkt Jenny Köhler. Abschließend machten beide Klassenlehrerinnen deutlich, dass alle neuen Schülerinnen und Schüler bei uns in der VKL herzlich willkommen sind.

 

FSJ Sport und Schule

Hardheim. (adb) Seit 2008 bietet die Handballabteilung des TV Hardheim jungen Menschen Jahr für Jahr die Möglichkeit zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ). Aktueller Absolvent ist Felix Gärtner (wir berichteten). Nun wird das Konzept geändert: In Kooperation mit dem Walter-Hohmann-Schulverbund soll das bisherige „klassische FSJ“ zum neuen Schuljahr in ein „FSJ Sport und Schule“ umgewandelt werden.

 

Neu ist, dass sich die Aufgabenfelder zu 30 Prozent auf den Verein und zu 70 Prozent auf die Schule konzentrieren. FSJ-Verantwortlicher Norbert Fürst verdeutlicht, dass es sich um einen sogenannten „sport- und bewegungsorientierten Schwerpunkt“ handele. Zu den Aufgaben im Verein zählen wie bisher die Unterstützung im Übungsbetrieb sowie beim Vereinstraining, die Turnier- und Wettkampfbetreuung mit Veranstaltungsorganisation und Projektarbeit. Weiterhin die Vorbereitung und Betreuung von Freizeiten oder Sportcamps, die Mitarbeit in der KiSS (Kindersportschule), Mitarbeit bei weiteren Kooperationen des Vereins und organisatorische Tätigkeiten. So sind die „FSJ'ler“ der Handballfamilie bisher für die Jugendhomepage zuständig und übernehmen kleine Verwaltungsarbeiten. „Das wird auch so bleiben“, betont Norbert Fürst.

 

In der Kooperationsschule werden 70 Prozent der Arbeitszeit verbracht, die 38,5 Wochenstunden umfasst. Rein rechnerisch sind das knapp 27 Stunden, die sich im Bereich der Grundschule abspielen: „Hier geht es um unterrichtliche sowie außerunterrichtliche Angebote in den Bereichen Bewegung, Spiel und Sport, Turnierbetreuung wie bei 'Jugend trainiert für Olympia' sowie den Bundesjugendspielen, die Vorbereitung und Betreuung von Sporttagen, aber auch Assistenz bei Klassenfahrten oder Wandertagen sowie Mittags- und Hortbetreuung“, fasst Schulleiter Steven Bundschuh zusammen. Zum festen Programm wird auf jeden Fall die stets montags durch Michael Schlegel angebotene „Handball-AG“ im Ganztagsschulbetrieb. „Genaueres muss aber noch mit der Schule besprochen werden“, erklärt Fürst.

 

Abgerundet wird die Einsatzstelle durch 30 statt bisher 25 Bildungstage. Drei Wochen finden als Seminar bei der baden-württembergischen Sportjugend statt, dazu werden weitere drei Wochen an der Sportschule Schöneck verbracht. Dort wird die allgemeine Übungsleiterlizenz C für Jugend und Kinder absolviert, um Kernkompetenzen für Kinder- und Jugendsportangebote zu vermitteln. Das FSJ Sport und Schule versteht sich dabei als Initiative des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der baden-württembergischen Sportjugend. Unterstützt wird es von der Stiftung „Sport in der Schule in Baden-Württemberg“. Das Programm verfolgt dabei das Ziel, Bewegung, Spiel und Sport in Grundschulen und die Kooperation zwischen Schule und Sportverein – in Hardheim sind das der Walter-Hohmann-Schulverbund und der TV Hardheim – auszubauen.

 

Prägnanteste Änderung „nach außen“ ist, dass das FSJ Sport und Schule künftig bereits am 15. August eines Jahres beginnt. Bisheriger Beginn war stets der 1. September.

 

 

Info-Kasten: Weitere Informationen und Bewerbungen unter tvhardheim-fsj@online.de  Die Stelle wird zum 15. August besetzt, Bewerbungsschluss 24. April 2022.


Nikolaus-Aktion am WHS

Ho, ho, ho - Nikolaus-Aktion am WHS

Eine tolle Aktion der SMV fand am Nikolaustag am Walter-Hohmann-Schulverbund statt. Insgesamt 360 Schokoladennikoläuse wurden von den Schülersprecher*innen an die Schülerinnen und Schüler und auch Lehrkräfte verteilt. In den Wochen zuvor konnte diese als Überraschung bestellt werden. Die Freude, die sich die Kinder und Jugendlichen so machten, stand ihnen ins Gesicht geschrieben. 

 

Am 6.12. fanden zusätzlich die Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufen 1 und 2 eine kleine Überraschung vor ihren Klassenzimmern. Mit einem persönlichen Brief an die Kinder, hat jeder einzelne einen Hefenikolaus bekommen. Da dies in keinem Zusammenhang mit der SMV-Aktion stand, muss vielleicht doch der Nikolaus seine Finger mit im Spiel gehabt haben.


Volksbank Franken unterstützt den Walter Hohmann Schulverbund

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Amtseinführung Rektor Steven Bundschuh

Hardheim. (adb) Im Rahmen einer ansprechenden Feierstunde wurde am Mittwoch Steven Bundschuh als neuer Rektor des Walter-Hohmann-Schulverbunds mit Grund- und Realschule eingeführt. Dem nachmittäglichen Programm in der Erftalhalle ging ein imposanter, als Überraschung konzipierter Flashmob auf dem großen Pausenhof hervor: Dem aus Höpfingen stammenden Bundschuh stand die Freude darüber ins Gesicht geschrieben,

 

In der Erftalhalle begrüßte Konrektorin Elke Stoy die Gäste, ehe die Klassen 5a und 5b einen flotten Tanz zum bekannten Schlager „Auf uns“ darboten. Die offizielle Einführung übernahm Schulrätin Katja Meiser (Staatliches Schulamt Mannheim) vor. Gute Laune herrschte hier vor allem angesichts des im Sinne aller bewältigten „fliegenden Wechsel an der Schulspitze“. Der passionierte Fußballer Steven Bundschuh ist kein Unbekannter: Nachdem er 2014 das 1. Staatsexamen abgelegt hatte, trat 2016 den Lehrerdienst mit seinen Studienfächern Englisch und Sport in Hardheim an. Meiser würdigte die motivierte, freundliche und zugleich besonnene Art des „Wunschkandidaten Bundschuh“, dessen Wirken in den vergangenen Jahren deutliche und positive Spuren hinterlassen habe. „Mit Ihnen ist der Schulverbund bestens für die Zukunft gerüstet“, konstatierte sie und attestierte Bundschuh, dem vielfältigen Aufgabenspektrum eines Schulleiters in jeder Hinsicht gewachsen zu sein. Hand in Hand mit Konrektorin Elke Stoy sowie der Schulfamilie inklusive der engagierten Elternschaft könne er es mit Leben erfüllen, möge aber zugleich an seine eigenen Fähigkeiten glauben. Zum Einstand schenkte Katja Meiser ihm eine mit besten Wünschen versehene persönliche Schultüte.

 

Nach der geschmackvollen Darbietung der „Moldau“ durch die Klassen 6a, 6b und 7a eröffnete Bürgermeister Volker Rohm die Grußansprachen. Mit Steven Bundschuh trete eine als „jung, dynamisch und voller Tatendrang“ charakterisierte Persönlichkeit ihren Dienst an, um sich einen Traum und allen Beteiligten die Wünsche zu erfüllen. Humorig und mit mancher Anekdote gewürzt war die Rede von Frank Orthen seitens des Örtlichen Personalrats; Pfarrer Christian Wolff für die beiden Kirchengemeinden hatte neben Gottes Segen ebenso gute Wünsche mitgebracht wie Rektor Patrick Schmid und Konrektorin Elke Gramlich (Walldürn), die Bundschuh in Anspielung auf seine in Hardheim verbrachte Realschulzeit als „Paradebeispiel für ein Eigengewächs“ würdigten und die Glückwünsche der umliegenden Schulen aussprachen; für das Kollegium gratulierten dem neuen Rektor und geschätzten Kollegen auf charmante Weise Verena Behl und Nadine Dedio. Dass „Mut und Kampfgeist“ auch unter unglücklichen Vorzeichen nie verloren gehen sollen, erhoffte Elternbeiratsvertreterin Monika Dörr; Schülersprecher Till Seyfried freute sich auf die Zusammenarbeit und weitere Schritte in Sachen „Digitalisierung“.

 

Mit dem Stück „Gemeinsam sind wir stark“ bereicherte die Klasse 1a den Nachmittag, ehe eine akustische Überraschung des Lehrerchors nebst Rhythmusgruppe jede Menge warmer Worte und lebendige Musik miteinander verquickte. 

 

In seinem so persönlich wie ergreifend formulierten Schlusswort dankte Steven Bundschuh allen Weggefährten, seiner Familie mit Frau Tamara und erinnerte an Einzelheiten seiner privaten und beruflichen, eng mit dem Walter-Hohmann-Schulverbund – und auch dem TSV Höpfingen – verknüpften Vita. Ein kleiner Stehempfang schloss sich an. 


Bericht zur Lehrerkonferenz

 

Schon am Freitag vor Schulstart plante das Lehrerteam unter der Leitung von Steven Bundschuh das kommende Schuljahr. So wurden organisatorische Dinge geklärt, die sowohl alte Grundlagen stärken als auch Neuerungen vorantreiben sollen. Der Schuljahresplaner, der schon in den vergangenen Jahren sehr gut von Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen genutzt wurde, konnte vorgestellt werden. Das Deckblatt wurde von Juan Palacios Castro aus der jetzigen 10a gestaltet. In den nächsten Jahren soll dies mittels eines Schülerwettbewerbs ausgelotet werden. In diesem Zusammenhang möchte sich die Schule für die zahlreichen Unterstützungen der Firmen in Hardheim und Umgebung bedanken. Durch deren Hilfe und die Hilfestellung des Fördervereins konnte der Schulplaner finanziert werden. Des Weiteren durften die Grußworte des Lehrerkollegiums an ihren neuen Chef nicht fehlen. Mit einem kleinen Präsent wurde er als neuer Schulleiter im gesamten Schulteam begrüßt. Auch Bürgermeister Volker Rohm und Hauptamtsleiterin Mareike Brawek statteten der Konferenz einen kurzen Besuch ab, um Steven Bundschuh symbolisch mit einer Schultüte für sein neues Amt viel Erfolg zu wünschen. Durch ein ausgiebiges Frühstück gestärkt, wurde in den Fachschaften Richtlinien für Benotungen, Anschaffungen und Aktionen im Fach beraten.


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Ferienakademie

 

Hardheim. In den Osterferien startete am Walter-Hohmann-Schulzentrum die, von Rektor Steven Bundschuh in Kooperation mit der Arnold-Hollerbach-Stiftung und dem Bürgermeisteramt, neuinstallierte „Ferienakademie“. Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen erhielten neben den „normalen“ Schulstunden in den Osterferien die Möglichkeit, freiwillig an zusätzlichem Unterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik teilzunehmen. Damit wollten die Deutschlehreinnen Birgit Becker und Bettina Weidinger sowie in Mathematik Julia Wollenschläger und Imanuel Peter, als Prüfungsvorbereitung und zur Notenverbesserung zum Schuljahrsende etwaige Corona-bedingte Lerndefizite ausgleichen. Dieses Angebot wurde von zahlreichen Schülerinnen und Schülern dankend angenommen. Die Herangehensweise war unterschiedlich, aber sehr effektiv, da auf diverse Bedürfnisse der jeweiligen Schülerinnen und Schüler eingegangen wurde.

 

Während die Mathematikstunden in Kooperation der beiden Lehrkräfte zeitgleich stattfand, erfolgte die Unterstützung im Fach Deutsch in einem komprimierten und intensiven Treffen in Präsenz in der Schule bei Frau Weidinger, bzw. in zwei, die wichtigsten Prüfungsinhalte aufgreifenden, Online-Terminen unter der Leitung von Frau Becker. Alle Beteiligten äußerten sich sehr zufrieden über den Erfolg dieses Engagements am Walter-Hohmann-Schulverbund und zeigten sich hoffnungsvoll in Erwartung der anstehenden Prüfungen.

 


 

Lehrstellenbörse 2022

Ein tolles Comeback erfuhr nach zweijähriger Coronapause die Lehrstellenbörse, die am 07.05.2022 zum fünften Mal in der Aula des Walter-Hohmann-Schulzentrums stattfand. Wieder einmal bestens organisiert von Lehrer Timo Gramlich, entwickelte sich die Lehrstellenbörse vom kleinen Geheimtipp 2014 zu einem achtbaren Ereignis, bei dem sich 2022 über 30 regionale und überregionale Firmen und Institutionen vorstellten. An zahlreichen Infoständen aus verschiedensten Branchen war für jeden etwas dabei und die Jugendlichen konnten direkt im persönlichen Gespräch mit Ausbildern und auch Auszubildenen offene Fragen klären.  Abgerundet wurde die Börse durch eine Wand mit offenen Ausbildungsplätzen. Auch für das leibliche Wohl wurde durch die Klassen 7a und 7b des Walter-Hohmann-Schulverbundes gesorgt.

 


„Flaschen sammeln – Gutes tun“ – Umwelt-AG des WHS sammelt Geld für Kinder in der Ukraine

 

Hardheim. Die Umwelt-AG des Walter-Hohmann-Schulverbundes hat unter Leitung von Immanuel Peter in einer tollen Aktion in der Woche vom 28.03. – 01.05.22 über 1100 Plastikflaschen gesammelt. Unter dem Motto „Flaschen sammeln – Gutes tun“ konnten die Schülerinnen und Schüler eine Woche lang Plastikflaschen abgeben.  Das gesamte Pfand kommt im Anschluss hilfsbedürftigen Kindern zugute und wird der Sonetschko Kinderheimhilfe e.V. (Aschaffenburg) gespendet. Die Spenden werden verwendet, um die Kinder aus dem Kriegsgebiet zu evakuieren und ihnen ein neues Zuhause zu vermitteln. 


PEACE: Schüler des WHS setzen eindrucksvolles Zeichen gegen Krieg und für Frieden


Hardheim. Schüler der Sekundarstufe I und Lehrkräfte des Walter-Hohmann Schulzentrums haben ein eindrucksvolles Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine und für Frieden gesetzt. Sie formten ein überdimensionales Peace-Symbol auf dem Pausenhof des Schulzentrums.

Klasse 10b setzte sich mit dem Thema Frieden auseinander

Die Idee zu der Aktion stammte von der Klasse 10b des Walter-Hohmann Schulzentrums. Diese wollte bewusst, unpolitisch ein Zeichen für den Frieden setzen und zeigen, dass die gesamte Schule mit den Menschen aus der Ukraine mitfühlt, die alles verloren haben – ihr Zuhause, ihre Freiheit, vielleicht sogar Freunde oder Familienangehörige.

Zuvor gingen die 10. Klässler in die einzelnen Klassenstufen der Sekundarstufe und sensibilisierten in Kleingruppen ihre MitschülerInnen in kleinen Vorträgen und Fragerunden, die im Klassenlehrer- sowie Fachunterricht in Geschichte, Gemeinschaftskunde und Geographie zum Thema Krieg in der Ukraine und  der Bedeutung von Frieden vorbereitet wurden. Dabei lag das Augenmerk aber nicht nur auf dem Konflikt, sondern auf dem Aspekt Frieden und Zusammenhalt. Denn den Schülern war es wichtig, zu verdeutlichen, dass an ihrer Schule alle friedlich und respektvoll miteinander umgehen sollen, egal welcher Nationalität man angehöre. Dass es keine Ausgrenzung gibt und dass man über diese konfliktreiche und schreckliche Situation spricht, um den Zusammenhalt in dieser schwierigen Zeit an der Schule sowie im Alltag zu festigen.

Abgerundet wurde die Peace-Aktion durch das Vorlesen kleiner Friedensgebete innerhalb des Peace-Zeichens, die die SchülerInnen der Klasse 10b selbst ausgewählt und gestalteten hatten.

Zum Abschluss bedankte sich Schülersprecher Till Seyfried für das Mitwirken aller und rief zum friedvollen Umgang miteinander auf.

500 Euro für Hilfsprojekt durch SMV-Kuchenkauf gespendet

 

Mit einem Muffin- und Kuchenverkauf für SchülerInnen unter dem Motto „Eat Cake for Ukraine“ schloss die SMV die vergangene Schulwoche, die im Zeichen der Peace-Aktion stand, ab. Die beträchtlichen Gesamteinnahmen von 500 Euro kommen einem Hilfsprojekt für die Ukraine zu Gute.


Betriebsbesichtigung der Firma Grammer

 

Wir, die 10b der Walter-Hohmann-Realschule Hardheim, unternahmen am 22. Februar 2022 eine Betriebsbesichtigung in der Firma Grammer in Hardheim. Da wir momentan im Fach Wirtschaft das Thema „Wie funktioniert ein Unternehmen?“ bearbeiten, war es sehr interessant dies anhand eines Beispiels gezeigt zu bekommen. Zuerst kam Herr Klöckner, der Leiter des Bereiches „Ausbildung Deutschland“, an unsere Schule und stellte sich und sein Unternehmen vor. Er erzählte uns mehr von dem Global Player Grammer und begeisterte uns mit dem weltweiten Bestehen der Firma. Danach bekamen wir die Chance uns das Ganze auch aus der Nähe anschauen zu dürfen. In eingeteilten Gruppen führten uns erfahrene Mitarbeiter durch das Unternehmen und zeigten uns wo, was getan wird. Wir bekamen einen Einblick in die Logistik, wo Rohstoffe und fertige Produkte gelagert werden. Dort faszinierten uns ganz besonders die Maschinen, mit denen die einzelnen Paletten heraus befördert werden. Anschließend ging es zur Produktion und Montage der Produkte. Auch hier war die moderne Technik, welche hinter den Baurobotern steckte, eindrucksvoll. Uns wurden die Schritte, die zur Verarbeitung der Materialien nötig sind, erklärt und man führte uns einmal quer durch die Firma, sodass wir so viele Eindrücke wie möglich sammeln konnten. In mehreren Glasvitrinen sahen wir Autoteile für unterschiedliche Luxusautomarken, wie zum Beispiel Rolls-Royce oder Audi. Das fanden wir ebenfalls besonders eindrucksvoll. Uns wurde schnell klar, auf was für einem modernen Stand die Firma ist und als uns von dem zukünftigen Projekt der Autoteile aus Glas berichtet wurde, bestätigte sich dies erneut. Durch diese Führung konnten wir hinter die großen Wände des Großkonzerns blicken und bedanken uns ganz herzlich bei der Firma Grammer für diese Erfahrung.

 

 

Eva Günther, 10b


Besuch der Firma Eirich

Am 25.02.2022 besuchte die 10a der Walter-Hohmann Realschule Hardheim die Firma Eirich. Am Anfang wurden uns generelle Informationen über die Firma erzählt. Dabei haben wir erfahren, dass bei vielen Produkten unseres täglichen Lebens Eirichmischer genutzt wurden. Zum Beispiel bei Betonplatten oder beim Glas unserer Handys.

Danach wurden uns von den Azubis weitere Informationen gegeben. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt mit jeweils einem Azubi als Leiter/in. Wir hatten die Leiterin Sabrina und die andere Gruppe hatte Marius als Leiter. Wir wurden in den verschiedenen Bereichen herumgeführt und uns wurden unterschiedliche Dinge erklärt. Insbesondere wurde uns viel über die Maschinen und den Anlagen erzählt, zum Beispiel wie sie aufgebaut sind und was sie herstellen können. Uns wurden sehr viele unterschiedliche Sachen gezeigt, sodass man in alles einen Einblick bekommen konnte. Am Ende konnten wir noch Fragen zum Unternehmen stellen, die uns auch sehr ausführlich und gut beantwortet wurden.

 

Von Jana Stiber und Sarah Rohde


Besuch der Gärtnersmühle im Fach WBS

 

Am Donnerstag, den 17.02.2022 war die Klasse 10a zu Besuch bei der Gärtnersmühle in Hardheim, um das im Fach WBS behandelte Thema „Aufgaben von Unternehmen“ zu vertiefen. Empfangen wurden wir von Frau und Herrn Gärtner und ihrem Sohn Bastian.  Sie erzählten uns etwas über die Geschichte der traditionellen Bäckerei.

Danach ging es in die Backstube, wo uns Bastian Gärtner erläuterte, wie man Backwaren herstellt, wo die Rohstoffe herkommen und was für Geräte in einer Bäckerei genutzt werden. Danach konnten wir Schüler vorbereitete Fragen stellen, die uns Bastian und Herr Gärtner sehr ausführlich beantworten konnten. Wir bekamen einen Einblick, worauf man als Unternehmer achten muss, zum Beispiel wie die Planung der Produktion aussieht oder wie sich der Preis bei einem Brötchen zusammensetzt. Außerdem wurde auf die Konkurrenz zu den Discountern eingegangen. Die Gärtnersmühle setzt im Gegensatz zu den Großbäckereien auf regionale Produkte und sichert damit Arbeitsplätze in der Region.

Daraufhin bekam jeder einen kleinen Kuchen als Geschenk und wir haben ein Gruppenbild gemacht. Zuletzt sind wir nach draußen zu dem alten Wasserrad gegangen, das die Familie wieder benutzen möchten, um eigenen Strom herzustellen. Danach verabschiedeten wir uns und gingen zurück in die Schule.

 

 

Geschrieben von Nele, Jasmin und Anastasia 


 

Abwechslungsreiche Projektwoche an der Realschule im Walter-Hohmann Schulverbund

 

In der letzten Novemberwoche fand am Walter-Hohmann Schulverbund die jährliche Projektwoche statt. In dieser Zeit wurde, trotz der aktuellen Umstände, der Stundenplan ausgesetzt und für alle Klassen ein abwechslungsreiches Programm durchgeführt.

 

 

Während die Zehntklässler sich auf die Vorbereitung der Abschlussprüfung konzentrierten, absolvierte die neunte Klasse das Berufspraktikum in unterschiedlichsten Firmen und Einrichtungen in der Region.

 

 

Eigentlich wäre die Woche der achten Klasse ganz im Zeichen des Weihnachtsmarktes gestanden, doch durch die Absage, konnte das ursprüngliche Projekt nicht wie geplant durchgeführt werden. Nichtsdestotrotz sollte die Tombola stattfinden, wenn auch nur innerhalb der Schule, statt auf dem Weihnachtsmarkt. Die Schülerinnen und Schüler bedanken sich recht herzlich bei allen Firmen in und um Hardheim, die durch Sachspenden oder Gutscheine zum Erfolg der Tombola beigetragen haben. Zusätzlich wurden sportlichen Aktionen, ein Escape Room zum Thema „Fake News“ und der Kurs „Löwen retten Leben“, der das Verhalten bei einem Herzstillstand vermittelt, durchgeführt.

 

 Die Klasse sieben erlebte spannende Thementage und konnte hierbei vielfältige Bereiche des Schulalltags abdecken. Es wurden zum Beispiel Balladen vertont, mikroskopiert oder erste Schritte beim Programmieren erlernt. Zudem konnte das Augenmerk auf die Stärkung der Klassengemeinschaft gesetzt werden.

 

 Die Projektwoche der Klasse sechs startete mit einem Berufe Tag, sie musizierten gemeinsam Weihnachtslieder und erwarben für den naturwissenschaftlichen Unterricht den Brenner Führerschein. Das große Highlight war für alle eine Exkursion in die „Klima-Arena“ nach Sinsheim.

 

 Die fünften Klassen beschäftigten sich mit dem Thema Müll und Müllvermeidung. Hierbei wurden aus Tetra Packs Vogelhäuschen gebastelt und Plakate über Tipps zur Müllvermeidung erstellt. An den jeweils anderen Tagen konnten sie sich mit „English Fairy Tales“ befassen, in der Sporthalle klettern oder einen „Ninja Warrior Parcours“ durchlaufen.

 


Tombola trotz Weihnachtsmarkt Absage

 Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse des Walter-Hohmann-Schulverbunds führen traditionell einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt mit der bekannten und beliebten Tombola und kleinen Leckereien durch. Auch in diesem Jahr bereiteten die Schüler sich fleißig auf diese Aufgabe vor, da es zuerst so aussah, dass dies möglich sein wird. Es wurden Firmen in und um Hardheim angesprochen, um Sachspenden für die Tombola zu erhalten.

 Je näher der Termin kam, desto eher rechneten alle mit einer Absage des Weihnachtsmarkts. Doch trotzdem traf diese Entscheidung alle hart. Die Frage stellte sich nun, was tun, mit den schon gesammelten Preisen.

 Es kam die Idee auf, die Tombola auf jeden Fall stattfinden zu lassen, wenn auch nur im kleinen Kreis der Schule. 

 Die Vorbereitung dieser Tombola fand in der Projektwoche statt und der Verkauf und die Ausgabe der Preise konnte nun am 1. Dezember in den großen Pausen des Walter-Hohmann-Schulverbunds erfolgen.

 Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a bedanken sich bei allen Firmen, die durch ihre Spenden die Tombola erst möglich gemacht haben. Eine Liste der Unterstützer ist im Anschluss zu finden.

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Besuch im KZ-Buchenwald

Von Nele Stancl und Anastasia Hartmann

Am 26.10.2021 besuchten die beiden 10. Klassen der Walter-Hohmann Realschule das KZ Buchenwald in Weimar. Nach einer dreistündigen Busfahrt durften sich die Schüler und Schülerinnen erstmal in der Stadt Weimar aufhalten und sich umschauen. Die Universitätsstadt ist unter anderem bekannt für das Goehte- und Schiller Haus, einst lebten die Dichter dort.

Daraufhin fuhren wir aus dem Zentrum der Stadt einen steilen Weg nach oben zum Konzentrationslager. Nach dem Ankommen schauten wir erstmal einen Film aus der damaligen Zeit, dieser schockte uns alle. Im Film erzählten echte Zeitzeugen, wie schlimm es Ihnen und deren Angehörigen in der Kriegszeit erging. Mit einem komischen Gefühl verließen alle den Kinosaal und starteten die Führung durch das KZ, welche unser Geschichtslehrer Herr Gärtner übernahm.

Unser erster Stopp war das Eingangstor des Hauptlagers. Im Tor waren die Worte „Jedem das seine“ eingraviert, dies ist eine belastende Redewendung aus der früheren Zeit. Danach liefen wir in das Außengelände, dort erwartete uns eine schöne Aussicht die wir erstmal genossen. Als nächstes schauten wir uns eine Gedenktafel an und liefen zur großen Kleiderkammer die zu einem Museum umgebaut wurde. In zwei Gruppen geteilt besichtigten wir dann das Museum, welches auf dem modernsten Stand war, von Audioaufnahmen über Gegenstände aus dem Krieg. Dadurch konnten wir die damalige Kriegszeit besser wahrnehmen. Währenddessen eine der beiden Gruppen im Museum war, konnte sich die andere Gruppe frei bewegen und sich das KZ anschauen. Eine interessante Stelle war das kleine Lager. Nachdem sich alle das Museum angeschaut haben, liefen wir zum Krematorium, vor dem die meisten ein wenig Respekt hatten. Die Vorstellung das dort unschuldige Menschen grundlos getötet wurden ist sehr traurig und unverständlich. Viele Leute in der heutigen Zeit können sich kaum vorstellen wie dies früher ablief. Der Großteil der Menschheit verlor Ihre Familie oder sahen sich nach dem Einsteigen ins Konzentrationslager nie wieder. Als wir dann nach kurzer Wartezeit in das Krematorium liefen, wussten wir nicht was uns erwarten wird. In einer Reihe standen zwei Blöcke mit jeweils drei Verbrennungsöfen. Alle waren geschockt und machten erstmal Bilder. Viele fühlten sich unwohl und hatten ein komisches Gefühl im Bauch. Außerdem befand sich eine Art Aufzug für die Leichen im Krematorium, so wurden diese transportiert. Als wir das Gebäude verließen, wurde uns noch von der Schießanlage berichtet, die wir leider nicht besichtigen konnten. Daraufhin entschlossen wir uns in Richtung Bus zu laufen. Auf dem Weg haben wir uns noch den Wachturm angeschaut. Als wir wieder am Parkplatz ankamen wartete der Busfahrer auf uns und wir fuhren wieder nach Hause. Der Besuch des Konzentrationslagers war ein sehr interessantes und aufregendes Erlebnis für alle.

Ein großes Dankeschön an Herr Gärtner und Herr Schobel die mit uns die Studienfahrt ins KZ unternahmen. Vor allem aber auch an die Arnold-Hollerbach-Stiftung, welche unsere Fahrt unterstützt hat.


Apfelernte der Neuntklässler

 

Rund drei Tonnen frischer Äpfel ernteten die 42 Neuntklässler des Walter-Hohmann-Schulverbunds dieser Tage auf Einladung der Gemeinschaft Wohneigentum. Der Erlös des Vorhabens kommt den Klassenkassen zugute. Treffpunkt waren die von den Siedlerfreunden im Rahmen des nunmehr ins fünfte Jahr gehenden Streuobstwiesenkonzepts Landes Baden- Württemberg gehegten Obstbäume entlang der Alten Würzburger Straße und der Querspange. Hier wurden die Mädchen und Jungen in mehrere Gruppen eingeteilt, um trotz Impfschutz die Anste- ckungsgefahr zu reduzieren. Gemeinsam mit ihren Klassenlehrern Peter Wochner und Imanuel Peter gingen sie zu Werke und hatten nach einigen Stunden jeweils fast identische Mengen geerntet, so
dass rund 3000 Kilogramm zur Weiterverarbeitung zu Apfelsaft an die Hardheimer Niederlassung der ZG Raiffeisen gebracht wur- den. „Die Jugendlichen waren so fleißig, dass die Anhänger rand- voll mit Äpfeln waren“, freute sich Irene Leiblein und ließ anklingen, die bereits seit einigen Jahren angebotene Apfelernte-Aktion „auf jeden Fall beizubehalten“. Ein weiterer Hintergrundgedanke des Projekts bestand darin, die junge Generation an die Natur heranzuführen und ihr die tiefere Bedeutung des heimischen Streuobsts näher zu bringen: „Wenn man die Herkunft der Nahrungsmittel kennt, isst man sie bewusster und nimmt das alles nicht mehr als selbstverständlich hin“, betonte Irene Leiblein.


Ethikgruppe Klasse 9 besucht den Hardheimer Judenfriedhof

 

Wo der Hardheimer Judenfriedhof zu finden ist, das wusste kein Schüler der Ethikgruppe, als wir im Vorfeld über einen Besuch mit einer Führung gesprochen hatten. Sehr erstaunt waren die Schüler dann, als wir uns auf den Weg machten, da der Friedhof sehr versteckt hinter dem Hardheimer Kasernengelände zu finden ist. Der absolute Experte auf dem Gebiet „Judentum, Judenfriedhof und die Hardheimer Juden“, Herr Sieber, hatte sich sofort bereit erklärt, auch in diesem Jahr für die Ethikgruppe Klasse 9 eine Führung zu machen. Bei dem Rundgang über den Judenfriedhof, der mit viel Wissenswertem über die Juden in Hardheim, allgemein zum Judentum und natürlich zum Judenfriedhof gefüllt war, wurden fleißig die Blöcke der Schüler gefüllt. Herr Sieber erklärte uns beispielsweise, was es mit der Aufmachung der Grabsteine, den kleinen „Besuchersteinen“ auf diesen und dem ungeschmückten Grab auf sich hat. Interessant war auch das Leben der Juden vor 1939 in Hardheim und traurig dann natürlich der Verbleib der Hardheimer Juden. Viel erfuhren wir auch zur Religion und den Bräuchen der Juden. Warum die Gräber „für die Ewigkeit“ angelegt sind, dh keine Umbettung der Toten stattfinden darf und das Grab nach Osten zeigt, wurde auch notiert. Mit viel neuem Wissen im Gepäck, machten wir uns auf den Heimweg, um in den nächsten Ethikstunden noch mehr über das Judentum zu sprechen.  


Erster Schultag

 

Nach einem sehr intensiven Planungstag konnte dann am Montag der Schulbetrieb beginnen. Zum Schulbeginn um 7:40Uhr trafen sich alle Schüler*innen und Lehrer*innen im Pausenhof, wo Schulleiter Steven Bundschuh einige Begrüßungsworte an alle richtete. Hier wurde auf das Einhalten der Hygienemaßnahmen im und um das Schulhaus wert gelegt. Es sei für alle Beteiligten wichtig, dass Schule in Präsenz stattfinden kann. Ebenso wurde in seiner Ansprache auch deutlich, dass er sich freue mit allen in ein neues Schuljahr zu starten. Motiviert und voller Tatendrang ging es dann sofort an die Arbeit.


 

Begrüßung der 5ten-Klassen

Nur zwei Stunden später wurden die beiden neuen fünften Klassen in der Aula begrüßt. Nach einem musikalischen Beitrag der Klassen 6 und 7a unter der Leitung von Julia Wollenschläger hieß Steven Bundschuh die neuen Schüler*innen in der Schulfamilie willkommen. Er freue sich auf die Zeit mit ihnen und er wünsche sich, dass es ihnen ebenso ginge. Die Schule solle für alle Schüler*innen eine Heimat werden, an der sie sich wohlfühlen und sich später auch noch gerne zurückerinnern. Dann wurden die Kinder ihren Klassenlehrerinnen Maike Kellermann (5a) und Simone Hetzer (5b) vorgestellt. Die beiden hatten eine abwechslungsreiche Kennenlernwoche vorbereitet.  

 

Dabei wurde nicht nur Organisatorisches, wie zum Beispiel Stundenplan und Schulordnung geklärt, sondern auch das Spielen durfte nicht zu kurz kommen. So wurden Kennenlern- und Teambuildingspiele gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin Sabrina Wagner durchgeführt und eine Schulhausrallye gemacht. Am Donnerstag ging es dann in die Wilhelma nach Stuttgart. Trotz anfänglichen strömenden Regens hatten alle viel Spaß und haben anhand einer Rallye in Kleingruppen den Zoo erkundet. Eine Wanderung zum Maislabyrinth nach Schweinberg am Freitag rundete dann die Kennenlernwoche ab. Hier konnten die Schüler*innen nicht nur das Labyrinth erkunden und dabei ein Rätsel lösen, sondern sich auch im Trampolin, bei den Hasen und Schafen verweilen. Zum Abschluss bekamen alle Bratwurst und Pommes, die von der Hollerbach-Stiftung vertreten durch Hans Sieber gestiftet wurden. 


 

 

U18 Jugendwahl am Walter-Hohmann-Schulverbund

Klassen 8-10 nehmen an Aktion des Landesjugendringes teil

Hardheim.

Bis zu neun Tage vor den „echten“ Wahlen finden als Pendant die U18 Wahlen statt. Initiiert vom Landesjugendring des Landes Baden-Württemberg, können Kinder und Jugendliche vor der jeweiligen Europa-, Bundestags- oder Landtagswahl ihre Stimme abgeben. Erstmalig nahmen am 15.09. in diesem Schuljahr auch die SchülerInnen des Walter-Hohmann-Schulverbunds teil.

 

Mit Unterstützung des Teams vom Jugendpastoral Odenwald-Tauber wurde auf dem Pausenhof ein „Wahllokal“ zu einer simulierten Bundestagswahl aufgebaut. Nach einer kurzen Einführung mit Erklärungen zu Stimmzettel und Wahlablauf, hatten die Jugendlichen aus Klasse 8-10 zunächst die Möglichkeit sich nochmals auf vorbereiteten Stellwänden über die verschiedenen Parteien zu informieren. Anschließend hieß es, wie bei den kommenden Wahlen, ab in die Wahlkabine und geheim wählen. Den ausgefüllten Wahlzettel konnten die SchülerInnen in einer Wahlurne abgeben. Ziel der Aktion ist es die Mädchen und Jungen zu motivieren, sich mit Politik auseinanderzusetzen und durch die Vor- und Nachbereitung im Fach Gemeinschaftskunde die eigene Meinungsbildung anzuregen. Die Ergebnisse der Wahlen werden am 17.09. ab 18 Uhr auf der Homepage u18.org veröffentlicht.


GS

 

Pädagogische Wahlangebote (PWA) der GS

 

Mit Inkrafttreten der aktuellen Corona-Schutzverordnung, konnten auch die Pädagogischen Wahlangebote im Ganztagesbereich der Grundschule wieder in vollem Umfang starten.

 

Nach zahlreichen positiven Rückmeldungen, können auch im zweiten Halbjahr viele der bewährten Pädagogischen Wahlangebote wieder zur Auswahl gestellt werden, ergänzt durch einige neue Angebote. So gibt es im Ganztagesbereich eine abwechslungsreiche Vielfalt, bei der jeder auf seine Kosten kommt.

 

In dem PWA „Outdoor“ erleben die Kinder mit allen Sinnen und viel Freude die Natur. Neben Fußball und Tennis, Handball, Schwimmen und Bewegungsparcours, können die Schülerinnen und Schüler sich nun auch beim Tanzen auspowern. Auch künstlerisch gibt es zahlreiche Angebote zum Basteln, Bauen & Konstruieren oder Musizieren und Singen. Wer dann doch lieber etwas Ruhe braucht, lernt dies in dem PWA „Entspannungstechniken“.

 


DAHW-Tag am Walter-Hohmann-Schulverbund

Eine musikalische Reise nach Tansania – „Wandern für die Andern“

Hardheim. Am 23.11.21 fand an der Grundschule des Walter-Hohmann-Schulverbundes der mittlerweile zur Tradition gewordene Projekttag in Kooperation mit dem DAHW (Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V.) statt. Gemeinsam tauchten die Kinder der ersten bis zur vierten Klasse in verschiedenen Workshops in das Leben der Gleichaltrigen aus fernen Ländern. Die Mädchen und Jungen erlebten hierbei mit allen Sinnen welche Spiele die Kinder in Afrika spielen, welche Tradition es mit dem Weihrauch in Äthiopien auf sich hat, oder welche Kleidung und Bemalung in Nepal getragen wird. Unter dem Motto „Kinderwelten“ beschäftigten sich die Grundschüler mit den Themen Inklusion und Kinderrechte. Dazu erfuhren sie auf einer „musikalischen Reise“ durch Tansania was die Kinder dort glücklich macht, was sie traurig stimmt oder was sie ändern würden, wenn sie König oder Königin wären und konnten einige Gemeinsamkeiten aber auch allerhand Unterschiede zu ihrem eigenen Leben feststellen.

 

Motiviert und gestärkt von dem Projekt, machten sich die Mädchen und Jungen dann am Tag darauf auf den Weg zum Sponsorenlauf „Wandern für die Andern“. Auf verschiedenen Strecken rund um Hardheim wanderten die Grundschüler, um so Geld für benachteiligte Kinder aus Afrika, Indien und Brasilien zu sammeln. Die Schülerinnen und Schüler suchten sich im Familien- und Freundeskreis Sponsoren und wurden von diesen für jeden gewanderten Kilometer mit einem bestimmten Betrag unterstützt. So kamen knapp 2000 € zusammen, mit der das DAHW sicher erneut viel Gutes bewirken kann.



Walter Hohmann hätte seine 140. Geburtstag gefeiert

Hardheim. (adb) An das Wirken Walter Hohmanns, der im Jahr 2020 seinen 140. Geburtstag gefeiert hätte und vor 75 Jahren in Essen gestorben ist, erinnert in Hardheim unter anderem ein Objekt, das manch ungeschultem Auge eher als dekorativer Wandschmuck erscheint denn als Erinnerung an den Weltraumpionier: Es ist das Wandbild des künstlerisch ambitionierten Hardheimer Realschullehrers und späteren Konrektors Erhard Schindler, welches dieser anlässlich seiner Pensionierung sowie der Einweihung des heutigen Walter-Hohmann-Schulzentrums im Jahre 1983 seiner jahrzehntelangen Wirkungsstätte schenkte.

 

Nachdem es im Jahre 2011 im Zuge der Renovierung des Schulgebäudes aus Gründen baulicher Veränderungen zum Bedauern Vieler verschwunden war, wurde es im Frühjahr 2013 durch den örtlichen Malerbetrieb Erbacher & Jodlowski nachgearbeitet. Voraus gegangen war dem eine entsprechende Initiative durch den langjährigen, im November 2014 verstorbenen Realschulrektor Hermann Wawatschek und den früheren Leiter der Grund- und Hauptschule Siegfried Heilmann, das wertvolle Gemälde zu rekonstruieren. Rechtzeitig zur Feier des 60-jährigen Bestehens der Realschule Hardheim im Mai 2013 wurde die Nachbildung seinerzeit ihrer ursprünglichen Bestimmung übergeben. Sie hängt an jener Stelle in der Aula des Walter-Hohmann-Schulzentrums, an der sich das Original von 1983 bis 2011 befunden hatte. Auch die Hausmeister trugen dazu bei, indem sie die im Haus notwendigen Vorbereitungen trafen, um das Gemälde an seinem alten Platz wieder in vollem Glanz erstrahlen zu lassen.

 

Der Grundaufbau unterscheidet sich jedoch maßgeblich vom ursprünglich einteiligen Werk des Erhard Schindler: Die Reproduktion der Firma Erbacher & Jodlowski erstreckt sich über vier kleinere Leinwandflächen, die zusammen ein Ganzes ergeben. Aufgrund der substanziellen Modernisierungen im Schulhaus speziell im Bereich der Aula war es nicht möglich, die Rekonstruktion in voller Größe des Originals zu erstellen. Trotzdem fand die vielbeachtete Aktion seinerzeit einhelliges Lob.

Das Bild wurde von Schindler seinerzeit als Würdigung der großen Verdienste des Hardheimer Weltraumfahrtpioniers und Namensgeber der Bildungsstätte, Walter Hohmann, konzipiert: Mit jenem Werk wurde die „Komplexität der Erreichbarkeit der Himmelskörper in den exorbitanten Dimensionen des Weltalls“ erfasst und in einfachen, klar gezeichneten Schemen graphisch dargestellt. „Wenn schon das Schulzentrum den Namen Hohmanns trägt, dann bietet sich das Weltall in Verbindung mit Walter Hohmann auch als Thema an“, sagte der im Januar 2011 verstorbene, zwischen 1957 und 1983 an der Einrichtung wirkende Erhard Schindler einmal selbst zu seinem ursprünglichen Werk. Es versteht sich noch heute als weiterer Markstein, durch den der berühmte Hardheimer Walter Hohmann nicht in Vergessenheit geraten wird. Im Schulzentrum selbst erinnert auch das von Franz Vogel gemalte Portrait an Walter Hohmann.

  

 

Info-Kasten: Der Museumsverein Erfatal e.V. plant anlässlich des 140. Geburtstags und des 75. Todestags Walter Hohmanns eine Sonderausstellung.