Amtseinführung Rektor Steven Bundschuh

Hardheim. (adb) Im Rahmen einer ansprechenden Feierstunde wurde am Mittwoch Steven Bundschuh als neuer Rektor des Walter-Hohmann-Schulverbunds mit Grund- und Realschule eingeführt. Dem nachmittäglichen Programm in der Erftalhalle ging ein imposanter, als Überraschung konzipierter Flashmob auf dem großen Pausenhof hervor: Dem aus Höpfingen stammenden Bundschuh stand die Freude darüber ins Gesicht geschrieben,

 

In der Erftalhalle begrüßte Konrektorin Elke Stoy die Gäste, ehe die Klassen 5a und 5b einen flotten Tanz zum bekannten Schlager „Auf uns“ darboten. Die offizielle Einführung übernahm Schulrätin Katja Meiser (Staatliches Schulamt Mannheim) vor. Gute Laune herrschte hier vor allem angesichts des im Sinne aller bewältigten „fliegenden Wechsel an der Schulspitze“. Der passionierte Fußballer Steven Bundschuh ist kein Unbekannter: Nachdem er 2014 das 1. Staatsexamen abgelegt hatte, trat 2016 den Lehrerdienst mit seinen Studienfächern Englisch und Sport in Hardheim an. Meiser würdigte die motivierte, freundliche und zugleich besonnene Art des „Wunschkandidaten Bundschuh“, dessen Wirken in den vergangenen Jahren deutliche und positive Spuren hinterlassen habe. „Mit Ihnen ist der Schulverbund bestens für die Zukunft gerüstet“, konstatierte sie und attestierte Bundschuh, dem vielfältigen Aufgabenspektrum eines Schulleiters in jeder Hinsicht gewachsen zu sein. Hand in Hand mit Konrektorin Elke Stoy sowie der Schulfamilie inklusive der engagierten Elternschaft könne er es mit Leben erfüllen, möge aber zugleich an seine eigenen Fähigkeiten glauben. Zum Einstand schenkte Katja Meiser ihm eine mit besten Wünschen versehene persönliche Schultüte.

 

Nach der geschmackvollen Darbietung der „Moldau“ durch die Klassen 6a, 6b und 7a eröffnete Bürgermeister Volker Rohm die Grußansprachen. Mit Steven Bundschuh trete eine als „jung, dynamisch und voller Tatendrang“ charakterisierte Persönlichkeit ihren Dienst an, um sich einen Traum und allen Beteiligten die Wünsche zu erfüllen. Humorig und mit mancher Anekdote gewürzt war die Rede von Frank Orthen seitens des Örtlichen Personalrats; Pfarrer Christian Wolff für die beiden Kirchengemeinden hatte neben Gottes Segen ebenso gute Wünsche mitgebracht wie Rektor Patrick Schmid und Konrektorin Elke Gramlich (Walldürn), die Bundschuh in Anspielung auf seine in Hardheim verbrachte Realschulzeit als „Paradebeispiel für ein Eigengewächs“ würdigten und die Glückwünsche der umliegenden Schulen aussprachen; für das Kollegium gratulierten dem neuen Rektor und geschätzten Kollegen auf charmante Weise Verena Behl und Nadine Dedio. Dass „Mut und Kampfgeist“ auch unter unglücklichen Vorzeichen nie verloren gehen sollen, erhoffte Elternbeiratsvertreterin Monika Dörr; Schülersprecher Till Seyfried freute sich auf die Zusammenarbeit und weitere Schritte in Sachen „Digitalisierung“.

 

Mit dem Stück „Gemeinsam sind wir stark“ bereicherte die Klasse 1a den Nachmittag, ehe eine akustische Überraschung des Lehrerchors nebst Rhythmusgruppe jede Menge warmer Worte und lebendige Musik miteinander verquickte. 

 

In seinem so persönlich wie ergreifend formulierten Schlusswort dankte Steven Bundschuh allen Weggefährten, seiner Familie mit Frau Tamara und erinnerte an Einzelheiten seiner privaten und beruflichen, eng mit dem Walter-Hohmann-Schulverbund – und auch dem TSV Höpfingen – verknüpften Vita. Ein kleiner Stehempfang schloss sich an. 


Bericht zur Lehrerkonferenz

 

Schon am Freitag vor Schulstart plante das Lehrerteam unter der Leitung von Steven Bundschuh das kommende Schuljahr. So wurden organisatorische Dinge geklärt, die sowohl alte Grundlagen stärken als auch Neuerungen vorantreiben sollen. Der Schuljahresplaner, der schon in den vergangenen Jahren sehr gut von Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen genutzt wurde, konnte vorgestellt werden. Das Deckblatt wurde von Juan Palacios Castro aus der jetzigen 10a gestaltet. In den nächsten Jahren soll dies mittels eines Schülerwettbewerbs ausgelotet werden. In diesem Zusammenhang möchte sich die Schule für die zahlreichen Unterstützungen der Firmen in Hardheim und Umgebung bedanken. Durch deren Hilfe und die Hilfestellung des Fördervereins konnte der Schulplaner finanziert werden. Des Weiteren durften die Grußworte des Lehrerkollegiums an ihren neuen Chef nicht fehlen. Mit einem kleinen Präsent wurde er als neuer Schulleiter im gesamten Schulteam begrüßt. Auch Bürgermeister Volker Rohm und Hauptamtsleiterin Mareike Brawek statteten der Konferenz einen kurzen Besuch ab, um Steven Bundschuh symbolisch mit einer Schultüte für sein neues Amt viel Erfolg zu wünschen. Durch ein ausgiebiges Frühstück gestärkt, wurde in den Fachschaften Richtlinien für Benotungen, Anschaffungen und Aktionen im Fach beraten.


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Apfelernte der Neuntklässler

 

Rund drei Tonnen frischer Äpfel ernteten die 42 Neuntklässler des Walter-Hohmann-Schulverbunds dieser Tage auf Einladung der Ge- meinschaft Wohneigentum. Der Erlös des Vorhabens kommt den Klassenkassen zugute. Treffpunkt waren die von den Siedlerfreun- den im Rahmen des nunmehr ins fünfte Jahr gehenden Streuobst- wiesenkonzepts Landes Baden- Württemberg gehegten Obstbäu- me entlang der Alten Würzburger Straße und der Querspange. Hier wurden die Mädchen und Jungen in mehrere Gruppen eingeteilt, um trotz Impfschutz die Anste- ckungsgefahr zu reduzieren. Ge- meinsam mit ihren Klassenlehrern Peter Wochner und Imanuel Peter gingen sie zu Werke und hatten nach einigen Stunden jeweils fast identische Mengen geerntet, so
dass rund 3000 Kilogramm zur Weiterverarbeitung zu Apfelsaft an die Hardheimer Niederlassung der ZG Raiffeisen gebracht wur- den. „Die Jugendlichen waren so fleißig, dass die Anhänger rand- voll mit Äpfeln waren“, freute sich Irene Leiblein und ließ anklingen, die bereits seit einigen Jahren angebotene Apfelernte-Aktion „auf jeden Fall beizubehalten“.Ein weiterer Hintergrundgedanke des Projekts bestand darin, die junge Generation an die Natur heranzu- führen und ihr die tiefere Bedeu- tung des heimischen Streuobsts näher zu bringen: „Wenn man die Herkunft der Nahrungsmittel kennt, isst man sie bewusster und nimmt das alles nicht mehr als selbstverständlich hin“, betonte Irene Leiblein.


Ethikgruppe Klasse 9 besucht den Hardheimer Judenfriedhof

 

Wo der Hardheimer Judenfriedhof zu finden ist, das wusste kein Schüler der Ethikgruppe, als wir im Vorfeld über einen Besuch mit einer Führung gesprochen hatten. Sehr erstaunt waren die Schüler dann, als wir uns auf den Weg machten, da der Friedhof sehr versteckt hinter dem Hardheimer Kasernengelände zu finden ist. Der absolute Experte auf dem Gebiet „Judentum, Judenfriedhof und die Hardheimer Juden“, Herr Sieber, hatte sich sofort bereit erklärt, auch in diesem Jahr für die Ethikgruppe Klasse 9 eine Führung zu machen. Bei dem Rundgang über den Judenfriedhof, der mit viel Wissenswertem über die Juden in Hardheim, allgemein zum Judentum und natürlich zum Judenfriedhof gefüllt war, wurden fleißig die Blöcke der Schüler gefüllt. Herr Sieber erklärte uns beispielsweise, was es mit der Aufmachung der Grabsteine, den kleinen „Besuchersteinen“ auf diesen und dem ungeschmückten Grab auf sich hat. Interessant war auch das Leben der Juden vor 1939 in Hardheim und traurig dann natürlich der Verbleib der Hardheimer Juden. Viel erfuhren wir auch zur Religion und den Bräuchen der Juden. Warum die Gräber „für die Ewigkeit“ angelegt sind, dh keine Umbettung der Toten stattfinden darf und das Grab nach Osten zeigt, wurde auch notiert. Mit viel neuem Wissen im Gepäck, machten wir uns auf den Heimweg, um in den nächsten Ethikstunden noch mehr über das Judentum zu sprechen.  


Erster Schultag

 

Nach einem sehr intensiven Planungstag konnte dann am Montag der Schulbetrieb beginnen. Zum Schulbeginn um 7:40Uhr trafen sich alle Schüler*innen und Lehrer*innen im Pausenhof, wo Schulleiter Steven Bundschuh einige Begrüßungsworte an alle richtete. Hier wurde auf das Einhalten der Hygienemaßnahmen im und um das Schulhaus wert gelegt. Es sei für alle Beteiligten wichtig, dass Schule in Präsenz stattfinden kann. Ebenso wurde in seiner Ansprache auch deutlich, dass er sich freue mit allen in ein neues Schuljahr zu starten. Motiviert und voller Tatendrang ging es dann sofort an die Arbeit.


 

Begrüßung der 5ten-Klassen

Nur zwei Stunden später wurden die beiden neuen fünften Klassen in der Aula begrüßt. Nach einem musikalischen Beitrag der Klassen 6 und 7a unter der Leitung von Julia Wollenschläger hieß Steven Bundschuh die neuen Schüler*innen in der Schulfamilie willkommen. Er freue sich auf die Zeit mit ihnen und er wünsche sich, dass es ihnen ebenso ginge. Die Schule solle für alle Schüler*innen eine Heimat werden, an der sie sich wohlfühlen und sich später auch noch gerne zurückerinnern. Dann wurden die Kinder ihren Klassenlehrerinnen Maike Kellermann (5a) und Simone Hetzer (5b) vorgestellt. Die beiden hatten eine abwechslungsreiche Kennenlernwoche vorbereitet.  

 

Dabei wurde nicht nur Organisatorisches, wie zum Beispiel Stundenplan und Schulordnung geklärt, sondern auch das Spielen durfte nicht zu kurz kommen. So wurden Kennenlern- und Teambuildingspiele gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin Sabrina Wagner durchgeführt und eine Schulhausrallye gemacht. Am Donnerstag ging es dann in die Wilhelma nach Stuttgart. Trotz anfänglichen strömenden Regens hatten alle viel Spaß und haben anhand einer Rallye in Kleingruppen den Zoo erkundet. Eine Wanderung zum Maislabyrinth nach Schweinberg am Freitag rundete dann die Kennenlernwoche ab. Hier konnten die Schüler*innen nicht nur das Labyrinth erkunden und dabei ein Rätsel lösen, sondern sich auch im Trampolin, bei den Hasen und Schafen verweilen. Zum Abschluss bekamen alle Bratwurst und Pommes, die von der Hollerbach-Stiftung vertreten durch Hans Sieber gestiftet wurden. 


 

 

U18 Jugendwahl am Walter-Hohmann-Schulverbund

Klassen 8-10 nehmen an Aktion des Landesjugendringes teil

Hardheim.

Bis zu neun Tage vor den „echten“ Wahlen finden als Pendant die U18 Wahlen statt. Initiiert vom Landesjugendring des Landes Baden-Württemberg, können Kinder und Jugendliche vor der jeweiligen Europa-, Bundestags- oder Landtagswahl ihre Stimme abgeben. Erstmalig nahmen am 15.09. in diesem Schuljahr auch die SchülerInnen des Walter-Hohmann-Schulverbunds teil.

 

Mit Unterstützung des Teams vom Jugendpastoral Odenwald-Tauber wurde auf dem Pausenhof ein „Wahllokal“ zu einer simulierten Bundestagswahl aufgebaut. Nach einer kurzen Einführung mit Erklärungen zu Stimmzettel und Wahlablauf, hatten die Jugendlichen aus Klasse 8-10 zunächst die Möglichkeit sich nochmals auf vorbereiteten Stellwänden über die verschiedenen Parteien zu informieren. Anschließend hieß es, wie bei den kommenden Wahlen, ab in die Wahlkabine und geheim wählen. Den ausgefüllten Wahlzettel konnten die SchülerInnen in einer Wahlurne abgeben. Ziel der Aktion ist es die Mädchen und Jungen zu motivieren, sich mit Politik auseinanderzusetzen und durch die Vor- und Nachbereitung im Fach Gemeinschaftskunde die eigene Meinungsbildung anzuregen. Die Ergebnisse der Wahlen werden am 17.09. ab 18 Uhr auf der Homepage u18.org veröffentlicht.


GS


Walter Hohmann hätte seine 140. Geburtstag gefeiert

Hardheim. (adb) An das Wirken Walter Hohmanns, der im Jahr 2020 seinen 140. Geburtstag gefeiert hätte und vor 75 Jahren in Essen gestorben ist, erinnert in Hardheim unter anderem ein Objekt, das manch ungeschultem Auge eher als dekorativer Wandschmuck erscheint denn als Erinnerung an den Weltraumpionier: Es ist das Wandbild des künstlerisch ambitionierten Hardheimer Realschullehrers und späteren Konrektors Erhard Schindler, welches dieser anlässlich seiner Pensionierung sowie der Einweihung des heutigen Walter-Hohmann-Schulzentrums im Jahre 1983 seiner jahrzehntelangen Wirkungsstätte schenkte.

 

Nachdem es im Jahre 2011 im Zuge der Renovierung des Schulgebäudes aus Gründen baulicher Veränderungen zum Bedauern Vieler verschwunden war, wurde es im Frühjahr 2013 durch den örtlichen Malerbetrieb Erbacher & Jodlowski nachgearbeitet. Voraus gegangen war dem eine entsprechende Initiative durch den langjährigen, im November 2014 verstorbenen Realschulrektor Hermann Wawatschek und den früheren Leiter der Grund- und Hauptschule Siegfried Heilmann, das wertvolle Gemälde zu rekonstruieren. Rechtzeitig zur Feier des 60-jährigen Bestehens der Realschule Hardheim im Mai 2013 wurde die Nachbildung seinerzeit ihrer ursprünglichen Bestimmung übergeben. Sie hängt an jener Stelle in der Aula des Walter-Hohmann-Schulzentrums, an der sich das Original von 1983 bis 2011 befunden hatte. Auch die Hausmeister trugen dazu bei, indem sie die im Haus notwendigen Vorbereitungen trafen, um das Gemälde an seinem alten Platz wieder in vollem Glanz erstrahlen zu lassen.

 

Der Grundaufbau unterscheidet sich jedoch maßgeblich vom ursprünglich einteiligen Werk des Erhard Schindler: Die Reproduktion der Firma Erbacher & Jodlowski erstreckt sich über vier kleinere Leinwandflächen, die zusammen ein Ganzes ergeben. Aufgrund der substanziellen Modernisierungen im Schulhaus speziell im Bereich der Aula war es nicht möglich, die Rekonstruktion in voller Größe des Originals zu erstellen. Trotzdem fand die vielbeachtete Aktion seinerzeit einhelliges Lob.

Das Bild wurde von Schindler seinerzeit als Würdigung der großen Verdienste des Hardheimer Weltraumfahrtpioniers und Namensgeber der Bildungsstätte, Walter Hohmann, konzipiert: Mit jenem Werk wurde die „Komplexität der Erreichbarkeit der Himmelskörper in den exorbitanten Dimensionen des Weltalls“ erfasst und in einfachen, klar gezeichneten Schemen graphisch dargestellt. „Wenn schon das Schulzentrum den Namen Hohmanns trägt, dann bietet sich das Weltall in Verbindung mit Walter Hohmann auch als Thema an“, sagte der im Januar 2011 verstorbene, zwischen 1957 und 1983 an der Einrichtung wirkende Erhard Schindler einmal selbst zu seinem ursprünglichen Werk. Es versteht sich noch heute als weiterer Markstein, durch den der berühmte Hardheimer Walter Hohmann nicht in Vergessenheit geraten wird. Im Schulzentrum selbst erinnert auch das von Franz Vogel gemalte Portrait an Walter Hohmann.

  

 

Info-Kasten: Der Museumsverein Erfatal e.V. plant anlässlich des 140. Geburtstags und des 75. Todestags Walter Hohmanns eine Sonderausstellung. 


Bericht und Bilder: M. Schimpf